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...... wenn Innsbruck`s grüne Poltiker den Mund aufmachen. Die Regionalbahn, der Spiegel für Innsbrucks Politik! Bla! Bla! und nichts wie heiße Luft... Das war am 28.Juli 2003 in Sachen Regionalbahn. Der Gemeinderat hat vor 2 Jahren einstimmig beschlossen - nach einer über einjährigen Vorbereitungsphase, in der mit ExpertInnen, mit VertreterInnen aller politischer Parteien, der Interessensvertretungen, aber auch zahlreicher Bürgerinitiativen, in einer Arbeitsgruppe unter Vorsitz des Betriebsleiters der Freiburger Verkehrsbetriebe, DI Ruff, die Berichte eines Projektteams unter der Leitung von Prof. Brändli (ETH Zürich, vorher Zürcher Verkehrsbetriebe) durchgeackert worden waren - dass: 1) wir das System Straßenbahn in Innsbruck erhalten wollen (es ist das umweltfreundlichste, kundInnenfreundlichste und effizienteste) 2) die bisherigen Straßenbahnen aber "am falschen Platz sind": die 1 und 3 fahren nicht dort, wo die stärksten Fahrgastströme sind, und die Fahrgastströme sind dort, wo "unterqualifizierte" Verkehrsmittel fahren 3) die Erhaltung von 1 und 3 (und, damit zusammenhängend, 6 und Stb) nur Sinn macht, wenn die Straßenbahn ausgebaut wird 4) die Linie O (25.000/Tag) an ihrer Kapazitätsgrenze ist: mit dem Obus bringen wir nicht mehr Fahrgäste auf die Ost-West-Durchmesserlinie 5) daher die Linie O auf Staßenbahn umgestellt wird (detto R als Westast der 3) 6) deswegen die Obusse eingestellt werden. (das derzeitige "3-Sparten-Theater" mit Bus, O-Bus und Straßenbahn ist einfach unwirtschaftlich) Das System Obus ist - mit Ausnahme ganz weniger Städte - ein Auslaufmodell; überall in Europa, wo neue leistungsstarke System gebaut werden, fällt die Entscheidung für die "light rail" (Straßenbahn, Schnellbahn) - mit Ausnahme von Millionenstädten, wo eine U-Bahn nötig ist und sich auch rechnet. Es gibt auch nur mehr ganze wenige Hersteller (europaweit eigentlich nur mehr 1 Konzern); die Wettbewerbssituation auf dem Hersteller- und Ersatzteilmarkt lässt erwarten, dass die Dinger immer teurer werden. Die Grünen waren übrigens schon bei der (Wieder-)Einführung des Systems Obus (nach dessen Abbau in den 60-erJahren, u.a. mit der schwachsinnigen Begründung, die Oberleitungen in der Innenstadt würden die TourstInnen beim Fotografieren stören) nur wenig begeistert: Gleichzeitig mit dem Bau der Peerhofsiedlung eine Straßenbahn nach Westen und ins O-Dorf zu bauen wäre schon damals gescheiter gewesen. Damals ließ sich aber eine Mehrheit für die Straßenbahn noch nicht finden. Das neue Netz mit Straßenbahn als Rückgrat und Dieselbus für die "Fein-Erschließung" (übrigens mit Dieselbussen, die schon fast den Zero-Emissionsstandard von Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieb erreichen; abgesehen natürlich vom CO2) ist auch abgestimmt mit dem Tiroler Regionalbahnkonzept (ÖPNV-Versorgung des Zentralraums mit einer Regionalbahn); die Linie O lässt sich problemlos als städtische Trasse für eine Regionalbahn Schwaz-Telfs verwenden. Nur im Zusammenhang mit dem Straßenbahn- und Regionalbahnkonzept ist übrigens die Erhaltung von 6 und Stb wirtschaftlich vertretbar - ohne das wären es schweineteure Insellösungen, die von Einstellung bedroht wären. Derzeit laufen noch (zähe) Finanzierungsverhandlungen, es schaut aber so aus, dass das Land sicher und der Bund wahrscheinlich doch mitzahlen, damit ist das 10-Jahres-Umbau-Programm (Jahresraten ca. 15 Mio. €) halbwegs gesichert. Die ältesten Obusse, die außer Dienst gestellt werden müssen, werden jetzt durch Dieselbusse ersetzt: Die neu angeschafften Dieselbusse hätte es aber jedenfalls gebraucht - denn während der Umbauzeit z.B. des O von Obus auf Straßenbahn hätte die Strecke jedenfalls mit Bussen befahren werden müssen. Es klingt zwar idiotisch, aber jeder O-Bus, der im Moment durch einen Dieselbus ersetzt wird, ist eigentlich ein Schritt näher zur Verwirklichung des Straßenbahnkonzepts. Solange eine Mitfinanzierung der Straßenbahn durch den Bund realistisch erscheint, also eine sinnvolle Maßnahme. natürlich ist uns auch bewußt - und wir haben das im Gemeinderat auch betont - dass dann, wenn plötzlich auf den O-Bus-Linien nur mehr Dieselbusse fahren würden, Feuer am Dach wäre. Allerdings: sollte es nicht gelingen, die Straßenbahn zu bekommen, was wir nicht hoffen, so werden die Oberleitungen nicht abgebaut und der Gemeinderat hätte die Möglichkeit, weiterhin mit O-Bus und Diesel zu fahren. Jedenfalls sind dann die neuen Dieselbusse ein Ersatz für die alten wirklichen Stinker. Mit freundlichen Grüßen Uschi Schwarzl und Gerhard Fritz "Heute im Mai 2010 ist vom O-Bus Schienenersatz aus Geldmangel keine Rede mehr. Aber wie haben die zwei grünen Granden damals gesagt, siehe oben „natürlich ist uns auch bewußt - und wir haben das im Gemeinderat auch betont - dass dann, wenn plötzlich auf den O-Bus-Linien nur mehr Dieselbusse fahren würden, Feuer am Dach wäre“. derpradler At 13:53 26.07.2003 +0200, you wrote: An Frau Uschi Schwarzl Stadträtin i. Ibk Sehr geehrte Frau Schwarzl! Stimmt es, daß Ihre Fraktion den Tausch O-BUSS gegen DIESEL unterstützt? Wenn ja, was ich kaum glauben kann, was sind da die Beweggründe? Ich kann mich noch gut erinnern, als der damalige Bürgerm. Lugger und die "GRAUE EMINENZ", Dr. KNOLL die O-Busse gegen Dieselfahrzeuge austauschten. Ein Jahr vorher hatte man die Oberleitungen erneuert........Diesel wäre die Zukunft, meinten die "vorausschauenden" Politiker, damals Ich kann die neuerliche Entscheidung für DIESEL nicht nachvollziehen, und vielen Innsbruckern(innen) wird es wahrscheinlich genauso wie mir gehen.. Viele Grüße derpradler
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